skulptur und natur


Die Kunst arbeitet mit Formen, die Natur tut es auch. In der Kunst gibt es wohl kaum eine Form, die nicht schon in der Natur vorhanden ist. Wer eine Skulptur sein Eigen nennen darf und diese bei sich zu Hause nahe am Wasser, im Garten oder auf einer geordneten Kiesfläche betrachtet, kann die Linienführung der Plastik mit der Linienführung der Natur, sei es einer Bergkuppe, der Form eines Sees, eines Waldrandes oder vorbeiziehender Wolken vergleichen.

Diese direkte Gegenüberstellung, die Auseinandersetzung des Betrachters mit einem durch Menschenhand geschaffenen Werk und den Erscheinungsbildern der Natur lässt einen ruhig werden. Man hält inne, spürt die Kraft dieses Momentes und möchte den Augenblick festhalten. Aber Licht und Natur sind stetig in Bewegung, kein Bild gleicht dem andern, jede Tages- und Jahreszeit bringt wieder neue Stimmungen hervor und lässt bewusst werden, dass das Festhalten keinen Sinn macht, man vielmehr diese Flüchtigkeit geniessen soll.

Die grosse Faszination, die von Bernhard Licinis Werken ausgeht, hängt mit diesem Rollenspiel und der Eigendynamik zwischen Kunstwerk und Natur zusammen. Dies zu Erleben bereitet viel Freude und kann mit bestem Gewissen weiter empfohlen werden.

Urs Graf

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